Guter Unterricht braucht Lehrpersonen, die Zeit für unsere Kinder haben!

Es gibt wohl keine bessere Investition als diejenige in die nächste Generation – von dieser Überzeugung lässt sich die EVP in der Bildungspolitik stets leiten. Und es erstaunt Sie daher kaum, dass wir diese und die nächste Vorlage mit Überzeugung unterstützen.

(Eintretensdebatte)
Wir unterstützen die längst überfälligen Verbesserungen des Berufsauftrages. Zu den wichtigsten gehören die Stärkung der Klassenlehrpersonen und die Erhöhung des Lektionenfaktors aller Lehrpersonen. Guter Unterricht für unsere Kinder und Jugendlichen braucht Lehrpersonen, die Zeit für sie haben – und nicht ächzend und ausgepowert 8 Wochen unbezahlte Überzeit pro Jahr leisten, wie das heute der Fall ist. Dass SVP und FDP sich sogar jeglicher (!) Verbesserung der unhaltbaren Ist-Situation verweigern und Weiterlesen

Dominus providebit

Kennen Sie die Aussage «Dominus providebit»? Mit grosser Wahrscheinlichkeit tragen Sie diese sogar ganz konkret mit sich herum – in Ihrem Portemonnaie! Denn «Dominus providebit» ist auf dem Rand jedes einzelnen 5libers eingeprägt – und das seit 1888. «Dominus providebit» bedeutet: Der Herr wird versorgen. Der Ausdruck «providebit» stammt vom lateinischen Wort «providere»: «Voraussehen, Vorsorge treffen, Sorge treffen, versorgen». Mich fasziniert, dass unsere Vorfahren sich und uns späteren Generationen mit einem alltäglichen Geldstück daran erinnern wollten, dass wir Menschen nicht die letzte Instanz sind, sondern dass wir gelassen auf einen Gott vertrauen können, der für uns sorgt.

Hand auf’s Herz: Können Sie in dieser Gelassenheit leben? Mitten in den Krisen- und Kriegsmeldungen aus aller Welt, in den gehässigen Querelen der Politik und den Herausforderungen des persönlichen Lebens? Ich muss zugeben, dass mir dies Weiterlesen

Friede?

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Für das Magazin von ERF Medien sollte ich ein Editorial schreiben zum Thema «Frieden» – ich muss gestehen, dass ich gezögert habe, diese Aufgabe anzupacken. Inmitten der Kriege und Krisen unserer Zeit fühlen wir uns als einzelne Menschen doch machtlos, einen Beitrag zum Frieden beizutragen. Die Welt scheint geprägt von Konflikten, Spannungen und Unsicherheiten, die einen globalen Schatten auf unsere Existenz werfen.

Doch gerade in solchen Momenten erinnert uns der Glaube an eine Kraft, die grösser ist als die Konflikte, die uns umgeben. Jesus brachte den Frieden auf die Erde, lehrte Liebe und Versöhnung. In einer Welt, die von Unruhen und Konflikten geprägt ist, mag es paradox erscheinen, dass dieser Friede in unserem persönlichen Umfeld Wirkung entfalten kann. Doch gerade hier, im Kleinen, liegt die Kraft der Veränderung.

Trotz der unfriedlichen Weltlage können wir als Einzelne einen Unterschied machen. Die Botschaft des Friedens, die uns von Gott angeboten wird, ist auch eine konkrete Handlungsanweisung für unser tägliches Leben. Sie erinnert uns daran, dass der Frieden nicht nur ein Zustand ist, den wir passiv empfangen, sondern eine aktive Wahl, die wir immer wieder treffen können.

In Zeiten, in denen der Krieg als letzte Konsequenz des Hasses droht, kann der Friede und die Liebe zwischen Menschen als präventive Massnahme dienen. Jeder Akt der Freundlichkeit, der Versöhnung und des Verständnisses trägt dazu bei, die Spirale der Feindseligkeit zu durchbrechen. In unseren persönlichen Beziehungen können wir so zu Friedensstiftern werden und ein Gegengewicht zu den globalen Spannungen bilden.

Es ist verlockend, sich von der kollektiven Krisendepression niederdrücken zu lassen. Doch gerade in solchen Momenten ist es wichtig, den Blick auf das Positive zu richten. Die Fähigkeit, trotz widriger Umstände den Frieden im Kleinen zu leben und Hoffnung zu verbreiten, ist eine Kraft, die nicht nur unser eigenes Leben, sondern auch das Leben derer um uns herum prägt.

Vor Jahren versandten wir als ERF Medien unserem Publikum Grusskarten mit dem Slogan: „Wir glauben an die Zukunft und an Gott.“ Diese einfache Aussage birgt eine tiefe Überzeugung in sich. Sie ist ein Bekenntnis zur Hoffnung, die über die gegenwärtigen Schwierigkeiten hinausreicht. Glaube und Hoffnung sind nicht nur leere Worte, sondern Quellen der Kraft, die uns ermächtigen, selbst inmitten der Dunkelheit Licht zu entfachen.

Die Ohren nicht hängen lassen

Wir leben in herausfordernden Zeiten. Es scheint, als greife die Unsicherheit auch in unserer vermeintlich so sicheren Schweiz zunehmend um sich. Die brutalen Kriege und Konflikte in aller Welt mit unzähligen von Toten und Flüchtenden lassen uns nicht kalt. Das Verhalten der Weltmächte ist unberechenbarer geworden. Die Demokratien sind weltweit unter Druck, die wichtige Funktion der Medien als einstige vierte Gewalt im Staat bröckelt. Der Klimawandel fordert uns heraus und die Umstellung auf erneuerbare Energien geht nicht nur in der Schweiz viel zu langsam. Stark spürbar ist auch die Teuerung: Steigende Mieten, Hypothekarzinsen, Energiekosten, Mehrwertsteuer, Krankenkassenprämien… Die Aussichten auf die Zukunft der Altersvorsorge sind Weiterlesen

Zusammenleben

Foto von Clay Banks auf Unsplash

Vor einigen Jahren nahmen wir als Familie in Berlin an einer Familienführung durch den deutschen Bundestag teil. Bevor wir starteten, fragte der Leiter der Führung: „Was ist eigentlich Politik?“ Niemand wollte sich dazu äussern…

„Politik“: Viele Leute tun sich schwer damit. In den vergangenen Pandemie-Jahren ist kein Tag vergangen, an dem unser Bundesrat nicht in der Kritik stand. Den einen waren die Corona-Massnahmen zu rigoros, den anderen gingen sie zu wenig weit. Mit der Zeit verschärfte sich der Ton, viele machten ihrem Ärger öffentlich Luft. Dabei fiel mir auf: Politik und Staat haben für Weiterlesen

De Föifer und s Weggli

«Chasch nöd de Föifer und s’Weggli ha», lautet eine altbekannte Redewendung. Auch wenn sie aus einer Zeit stammt, in der ein Weggli noch einen Fünfer kostete, ist sie uns heute noch geläufig. Viele von uns haben den Spruch vom Weggli und dem Fünfer wohl schon unzählige Male in der Kindheit gehört. Und zu lernen, dass man nicht alles haben kann, fiel uns als Kinder meist schwer – mir ging’s wenigstens so…

Mir scheint, als Erwachsene falle es uns nicht leichter, uns für den Fünfer oder das Weggli zu entscheiden: Wir drücken uns gerne um Entscheidungen, weil wir meinen, wir würden dann die Konsequenzen nicht spüren. Und so leben wir bewusst oder unbewusst mit Gegensätzen, die sich eigentlich ausschliessen. Schülerinnen und Schüler wollen gute Schulnoten – aber ohne zu «büffeln»; Arbeitstätige wollen weniger Weiterlesen

Lehrpersonenmangel: Schluss mit Feuerwehrübungen!

Bei dieser dringlichen Interpellation geht es um eine Feuerwehrübung. Konkret: Um den Versuch, den Notfall-Einsatz von Personen ohne anerkanntes Lehrdiplom in den Zürcher Volksschulen ab August vorzubereiten und zu begleiten. Mit unserer Interpellation haben wir darauf aufmerksam gemacht, dass z.B. der Kanton Schaffhausen dafür einen Intensivkurs «Ready for Teaching 2022» mit Schulungseinheiten und wöchentlichen Praxistreffen anbietet – und wir haben gefragt, ob dies im Kanton Zürich auch angeboten wird. Wir haben gefragt und die Weiterlesen

Yes, we can!

«Yes, we can» – «ja, das können wir!» – der Wahlkampf-Slogan des früheren US-Präsidenten Barack Obama ging um die Welt und elektrisierte Millionen von Menschen. Konnte man wirklich etwas verändern, sich für die Lösung aktueller Probleme einsetzen, einen Beitrag leisten für Gerechtigkeit, Wohlstand, Frieden? «Yes, we can!»

Auch wenige Monate vor dem Ende seiner Amtszeit spürte man in einer Rede von Obama immer noch dieses innere Feuer, etwas zu bewegen: «Ich möchte nicht sagen müssen, dass ich es nicht versucht habe. Ich möchte nicht sagen müssen, Weiterlesen

Lehrpersonen prägen die Zukunft

Hanspeter Hugentobler in der Messehalle (Foto: Patrick Merz)

In welchem Beruf kann man so entscheidend die Zukunft prägen wie als Lehrperson? Eine Lehrperson, die heute ihre Ausbildung an der PH beendet und 40 Jahre im Schuldienst ist, wird Schülerinnen und Schüler begleiten und prägen, von denen manche das Jahr 2150 erleben werden. Erstaunlich eigentlich, dass wir bei einem so visionären Beruf über Lehrpersonenmangel sprechen müssen…

Aber natürlich sind mir als Schulpräsident auch die herausfordernden Seiten des Lehrerinnen- und Lehrerberufs bekannt: Steigende Anforderungen durch immer heterogenere Klassensituationen, zunehmender Aufwand durch verstärkten individualisierten Unterricht, laufend zusätzliche Aufgaben, die der Schule delegiert werden, wachsende Ansprüche der Eltern und mit einigen von ihnen bisweilen schwierigste Situationen und Gespräche auch in den Abendstunden etc.: Und für alle erforderlichen Weiterlesen

Friede auf Erden?

Die letzten Monate waren alles andere als friedlich. Die weltweite Pandemie hält an und stürzt Millionen von Menschen in Armut, Krankheit und Tod. Sie lässt beinahe vergessen, dass sich die Krisenherde der Welt nicht verflüchtigt haben: ein Jahrzehnt Krieg in Syrien, Chaos in Afghanistan, Kriege in Afrika, Flüchtlingselend bei den Gestrandeten an den Grenzen Europas … Und obwohl wir in der Schweiz demgegenüber auf einer Insel der Glückseligen leben, sind auch in unserem Land die Auseinandersetzungen gehässiger geworden.

Ob bei der Corona-Diskussion oder bei Abstimmungsdebatten zu ethischen oder wirtschaftlichen Fragen: Echte Gespräche, in denen man um neue Einsichten ringt, werden verdrängt von holzschnittartig vorgetragener Polemik. In Diskussionen geht es nicht Weiterlesen