Grenzenlose Meinungsäusserungsfreiheit!?

„Frieden ist…“ ©2019 Karin Hugentobler

Das grosse Wahljahr ist vorüber, die politischen Plakat- und Online-Werbeschlachten gehören der Vergangenheit an. Seit meinem ersten Wahlkampf im Jahr 2002 hat das Internet den Wahlkampf stark verändert. Neue Online-Tools wie Smartvote oder Vimentis, aber auch die persönlichen Webseiten der Kandidierenden ermöglichen eine viel bessere Einschätzung der politischen Ausrichtung und erhöhen die Transparenz.

Leider hat das Internet auch negative Auswirkungen auf die politische Kultur. Die heutigen Internet-Plattformen, die sich ironischerweise «sozial» nennen, spülen Aussagen in die Öffentlichkeit, die besser am Stammtisch geblieben wären. Noch nie musste ich so viele bösartige Kommentare auf Politiker- und Partei-Seiten von Facebook löschen wie in diesem Wahljahr. Zahlreiche Personen fühlen sich frei, einem zu attackieren, zu beleidigen und mit Schimpfwörtern und Schlimmerem zu verunglimpfen. Und sie tun dies, obwohl sie einem nicht persönlich kennen, ja sich nicht einmal die Mühe gemacht haben zu recherchieren, wofür man politisch steht oder was man bisher für das Gemeinwohl geleistet hat. Die Anonymität des Internets scheint auf manche Zeitgenossen eine enthemmende Wirkung zu haben.

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Es ist Zeit für eine stärkere Mitte – jetzt wählen!

Wir leben in einer Zeit, in der immer mehr Menschen merken: Populismus und Blockaden in der Politik bringen uns nicht weiter. Das beliebte Politiker-Spiel «alle gegen alle» zwischen Nationen, Kantonen, Parteien oder gar einzelnen Menschen führt zu immer grösseren Spannungen in unserer Gesellschaft. Dabei wollen die Menschen, dass Politikerinnen und Politiker sich zusammenraufen und gemeinsam tragfähige Lösungen für die Zukunft erarbeiten.

Daher bin ich überzeugt: Es ist Zeit für eine stärkere Mitte. Für eine Stimme der schweigenden Mehrheit, die sich wie die EVP als Volkspartei versteht und sich Engagiert für eine Vernünftige Politik. Eine solche Politik mag nicht medienwirksam Weiterlesen

Kirche ist für andere da…

«Kirche ist für andere da»…
…schreibt Kirchenratspräsident Michel Müller im Vorwort des Jahresberichts der reformierten Kirche des Kanton Zürich. Und er meint damit die Zehntausenden von Kirchenmitgliedern, die zwar für sich gerade keine kirchlichen Angebote in Anspruch nehmen, die aber sagen: «Aber für andere ist Kirche wichtig, und das will ich unterstützen!» Ich freue mich, in einem Land, und ganz besonders in einem Kanton zu leben, in dem solche Solidarität gelebt wird. Für andere da sein – dazu rief schon der Zürcher Reformator Zwingli auf – Gemeinwohl vor Privatwohl war seine Forderung, und er war gewissermassen der Weiterlesen

Die Macht des positiven Denkens

parkhausHaben Sie gewusst, dass schon die Bibel die Macht des positiven Denkens kennt? Im 4. Kapitel des Briefes an die Philipper schreibt der Apostel Paulus: «Orientiert euch an dem, was wahrhaftig, gut und gerecht, was anständig, liebenswert und schön ist. Wo immer ihr etwas Gutes entdeckt, das Lob verdient, darüber denkt nach»
Es fällt auf, dass nur positive Dinge genannt werden. Kein einziger negativer Begriff wird aufgezählt, nicht mal ein schweizerisch-ausgewogenes «sowohl als auch» kommt vor. Paulus rät, wir sollen uns auf das Positive im Leben ausrichten. Er tut dies aus einem einfachen Grund: Dem Weiterlesen

Wann waren Sie zum letzten Mal in der Kirche?

GrossmuensterNein, ich möchte Ihnen kein schlechtes Gewissen machen. Gott liebt alle Menschen – unabhängig davon, wie oft sie eine Kirche besuchen. Und Gott ist allgegenwärtig – man kann ihm buchstäblich überall begegnen: Bei einem Spaziergang, an einem Konzert, im Gespräch mit einem Mitmenschen, beim Lesen eines Buches, beim Anschauen eines Filmes…
Dennoch entdecke ich immer wieder, dass Gott gerade auch in Kirchen «anzutreffen» ist. Ein solches Erlebnis hatte ich in den Ferien – nach einer traumhaften Reise durch den Westen der USA mit all seinen wunderschönen Nationalparks und spannenden

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Stolze Schweizerbürgerinnen und Schweizerbürger

CH-Flagge«Die stolzesten Schweizerbürgerinnen und Schweizerbürger sind diejenigen, die erste gerade eingebürgert wurden». Diese Erkenntnis kann ich als Gemeinderat, der regelmässig Einbürgerungsgespräche zu führen hat, nur bestätigen. Wenn die Bewerberinnen und Bewerber um das Bürgerrecht zum Gespräch kommen, habe sie bereits einen längeren Prozess hinter sich, haben sich mit den Details unseres Landes und unseres politischen Systems in einem Kurs vertraut gemacht, haben Sprachkurse abgeschlossen und eine Prüfung bestanden. Immer wieder staune ich dann, wie sie mit Überzeugung ausdrücken können, was sie an unserem Land und an unserem Weiterlesen

Friede auf Erden?

KircheHand aufs Herz: Wie feiern Sie nach den Krisenereignissen der letzten Monate Weihnachten? Haben Sie so einfach Lust, Weihnachtslieder zu singen und den berühmten Slogan der Engel „Friede auf Erden“ zu hören, wie ihn die Weihnachtsgeschichte im Lukas-Evangelium berichtet? Wie kann man denn überhaupt gemütlich Weihnachten feiern angesichts des grossen Leides von Terroranschlägen, Kriegen, Krankheiten, wirtschaftlichen Krisen und persönlichen Tragödien der vergangenen Zeit? Ist es nicht zynisch, nun die Beine hochzulegen, gemütlich eine Kerze anzuzünden, einen Zimtstern auf der Zunge zergehen zu lassen und dazu sanfte Weihnachtsmusik zu hören: „Friede auf Erden“?

Auch bei ERF Medien fragen wir uns: Sollen wir in Krisenzeiten nur rund um diese Ereignisse berichten? Oder dürfen – oder sogar müssen? – wir auch über die ganz normalen Lebensthemen aus unserem Umfeld reden? Sogar dann, wenn sie so positiv Weiterlesen