Das Schulfach „Religionen, Kulturen, Ethik“ soll eigenständig bleiben. In diesem Zusammenhang habe ich im Kantonsrat zusammen mit meinen EVP-Fraktionskollegen Markus Schaaf und Donato Sconamiglio am 27. Oktober 2025 die nachfolgende Anfrage an die Zürcher Kantonsregierung eingereicht.
Dem Schulblatt 3/2025 ist zu entnehmen, dass die Delegiertenversammlung der Lehrpersonenkonferenz an der Sitzung vom 13. Dezember 2023 den Antrag stellte, im Zeugnis der 4., 5. und 6. Klasse den Fachbereich «Religionen, Kulturen, Ethik» in den Fachbereich «Natur, Mensch, Gesellschaft» zu integrieren. Der Bildungsrat lud die Bildungsdirektion mit Beschluss 5/2025 ein, zu prüfen, «welche Umsetzungsmöglichkeiten es gibt und welche sinnvoll sind, im Zeugnis der 4., 5. und 6. Klasse den Fachbereich «Religionen, Kulturen, Ethik» in den «Fachbereich «Natur, Mensch, Gesellschaft» zu integrieren.»
Der eigenständige Fachbereich «Religionen, Kulturen, Ethik» geht auf das Fach «Religion und Kultur» zurück, dessen Einführung der Kantonsrat im März 2007 beschloss – dies als Gegenvorschlag zur Volksinitiative zur Beibehaltung des Faches «Biblische Geschichte». Inzwischen hat sich der Fachbereich «Religionen, Kulturen, Weiterlesen →
Chancengerechtigkeit ist – in der Theorie! – hier drin wohl allen wichtig.
Begabte Jugendliche auch aus bildungsfernen Familien sollen eine
echte Chance für den Eintritt in ein Gymnasium, eine Fachmittelschule oder eine
Berufsmaturitätsausbildung erhalten.
Aber in der Praxis ist Chancengerechtigkeit in unserem Kanton keine Tatsache. Schauen Sie sich nur die unterschiedlichen Gymi-Quoten in den verschiedenen Gemeinden an.
Das erfolgreiche Projekt «ChagAll» des Gymnasiums Unterstrass zeigt exemplarisch wie Chancengerechtigkeit geht und wie Hindernisse beim Zugang zu Bildung überwunden werden.
Ein Förderprogramm, das leistungswillige und leistungsfähige Jugendliche aus bildungsfernen Familien aufnimmt und sie im Hinblick auf anspruchsvolle Lehren mit BMS oder eine höhere Allgemeinbildung auf Sekundarstufe II unterstützt.
Ein Förderprogramm, das zur gesellschaftlichen Integration beiträgt.
Das alles leistet «ChagAll» in vorbildlicher Weise – und die Regierung soll die Weiterlesen →
Kultur spielt für die Identität der Gesellschaft eine zentrale Rolle.
Die EVP versteht sich daher stets als verlässliche Partnerin für eine vielseitige und zeitgemässe Kulturförderung.
So hatten wir 2018 schon die Volksinitiative «Film – und Medienförderungsgesetz» unterstützt, die dann leider abgelehnt wurde.
Erfreulicherweise konnten wir das Anliegen als KBIK aber aufnehmen und fanden im Kantonsrat eine Mehrheit.
Denn zu einer zeitgemässen Kulturförderung gehört auch die nun vorgesehene Unterstützung neuer audiovisueller Formate der Bereiche «New Media» und «Games». Das durch die Regierung geplante vorgesehene dreijährige Pilotprojekt digitale Kultur ist konzeptionell gut aufgegleist, Weiterlesen →
Die EVP engagiert sich seit Jahrzehnten konsequent für die Bildung der nächsten Generation, denn sie sind die wichtigste Ressource unseres Landes. Daher wird sparen bei der Bildung eine teure Sache für uns alle!
Deshalb …
…sagen wir nein zur Halbierung der neuen Stellen in der Bildungsverwaltung, denen wir als Kantonsrat unlängst die Digitalisierung der Sekundarstufe II dringlich in Auftrag gegeben haben
…sagen wir ja zum nötigen Schulraum-Ausbau und zur unverzögerten Planung und Umsetzung der verschiedenen baulichen Investitionsprojekten von Universität, Fachhochschulen, Mittel- und Berufsschulen
…und sagen wir nein zu den sattsam bekannten alljährlichen Rasenmäher- Weiterlesen →
Für das Magazin von ERF Medien sollte ich ein Editorial schreiben zum Thema «Frieden» – ich muss gestehen, dass ich gezögert habe, diese Aufgabe anzupacken. Inmitten der Kriege und Krisen unserer Zeit fühlen wir uns als einzelne Menschen doch machtlos, einen Beitrag zum Frieden beizutragen. Die Welt scheint geprägt von Konflikten, Spannungen und Unsicherheiten, die einen globalen Schatten auf unsere Existenz werfen.
Doch gerade in solchen Momenten erinnert uns der Glaube an eine Kraft, die grösser ist als die Konflikte, die uns umgeben. Jesus brachte den Frieden auf die Erde, lehrte Liebe und Versöhnung. In einer Welt, die von Unruhen und Konflikten geprägt ist, mag es paradox erscheinen, dass dieser Friede in unserem persönlichen Umfeld Wirkung entfalten kann. Doch gerade hier, im Kleinen, liegt die Kraft der Veränderung.
Trotz der unfriedlichen Weltlage können wir als Einzelne einen Unterschied machen. Die Botschaft des Friedens, die uns von Gott angeboten wird, ist auch eine konkrete Handlungsanweisung für unser tägliches Leben. Sie erinnert uns daran, dass der Frieden nicht nur ein Zustand ist, den wir passiv empfangen, sondern eine aktive Wahl, die wir immer wieder treffen können.
In Zeiten, in denen der Krieg als letzte Konsequenz des Hasses droht, kann der Friede und die Liebe zwischen Menschen als präventive Massnahme dienen. Jeder Akt der Freundlichkeit, der Versöhnung und des Verständnisses trägt dazu bei, die Spirale der Feindseligkeit zu durchbrechen. In unseren persönlichen Beziehungen können wir so zu Friedensstiftern werden und ein Gegengewicht zu den globalen Spannungen bilden.
Es ist verlockend, sich von der kollektiven Krisendepression niederdrücken zu lassen. Doch gerade in solchen Momenten ist es wichtig, den Blick auf das Positive zu richten. Die Fähigkeit, trotz widriger Umstände den Frieden im Kleinen zu leben und Hoffnung zu verbreiten, ist eine Kraft, die nicht nur unser eigenes Leben, sondern auch das Leben derer um uns herum prägt.
Vor Jahren versandten wir als ERF Medien unserem Publikum Grusskarten mit dem Slogan: „Wir glauben an die Zukunft und an Gott.“ Diese einfache Aussage birgt eine tiefe Überzeugung in sich. Sie ist ein Bekenntnis zur Hoffnung, die über die gegenwärtigen Schwierigkeiten hinausreicht. Glaube und Hoffnung sind nicht nur leere Worte, sondern Quellen der Kraft, die uns ermächtigen, selbst inmitten der Dunkelheit Licht zu entfachen.
Wir leben in herausfordernden Zeiten. Es scheint, als greife die Unsicherheit auch in unserer vermeintlich so sicheren Schweiz zunehmend um sich. Die brutalen Kriege und Konflikte in aller Welt mit unzähligen von Toten und Flüchtenden lassen uns nicht kalt. Das Verhalten der Weltmächte ist unberechenbarer geworden. Die Demokratien sind weltweit unter Druck, die wichtige Funktion der Medien als einstige vierte Gewalt im Staat bröckelt. Der Klimawandel fordert uns heraus und die Umstellung auf erneuerbare Energien geht nicht nur in der Schweiz viel zu langsam. Stark spürbar ist auch die Teuerung: Steigende Mieten, Hypothekarzinsen, Energiekosten, Mehrwertsteuer, Krankenkassenprämien… Die Aussichten auf die Zukunft der Altersvorsorge sind Weiterlesen →
„Kinder halten uns nicht von Wichtigerem ab. Sie sind das Wichtigste.» Diese Worte des Schriftstellers und Literaturwissenschaftlers C.S.Lewis fordern heraus. Denn die heutige Realität sieht anders aus: «Trend zur Kinderlosigkeit beschleunigt sich rasant», titelt die NZZ einen Artikel über die problematischen Folgen des fehlenden Nachwuchses auf die AHV. Die durchschnittliche Anzahl Kinder pro Frau ist im Jahr 2021 auf tiefe 1,39 gesunken, für eine konstante Bevölkerung wären 2,1 Kinder nötig. Und die Sozialwissenschafterin Jeannine Hess analysiert im NZZ-Beitrag: «Früher musste man sich bewusst gegen Kinder entscheiden. Heute dagegen ist es eher so, dass man einen bewussten Entscheid für ein Kind fällt.»
Nun finde ich den bewussten Entscheid für ein Kind grundsätzlich positiv. Kindererziehung ist kein Last-Minute-Trip, in den man überstürzt hineinschliddern, sondern eine jahrzehntelange Abenteuer-Reise, auf die man sich gut vorbereiten sollte. Es liegt mir auch fern, Paare zu kritisieren, die keine Kinder bekommen können oder sich nach reiflichen Überlegungen bewusst gegen Kinder entscheiden. Weiterlesen →
Vor einigen Jahren nahmen wir als Familie in Berlin an einer Familienführung durch den deutschen Bundestag teil. Bevor wir starteten, fragte der Leiter der Führung: „Was ist eigentlich Politik?“ Niemand wollte sich dazu äussern…
„Politik“: Viele Leute tun sich schwer damit. In den vergangenen Pandemie-Jahren ist kein Tag vergangen, an dem unser Bundesrat nicht in der Kritik stand. Den einen waren die Corona-Massnahmen zu rigoros, den anderen gingen sie zu wenig weit. Mit der Zeit verschärfte sich der Ton, viele machten ihrem Ärger öffentlich Luft. Dabei fiel mir auf: Politik und Staat haben für Weiterlesen →
«Chasch nöd de Föifer und s’Weggli ha», lautet eine altbekannte Redewendung. Auch wenn sie aus einer Zeit stammt, in der ein Weggli noch einen Fünfer kostete, ist sie uns heute noch geläufig. Viele von uns haben den Spruch vom Weggli und dem Fünfer wohl schon unzählige Male in der Kindheit gehört. Und zu lernen, dass man nicht alles haben kann, fiel uns als Kinder meist schwer – mir ging’s wenigstens so…
Mir scheint, als Erwachsene falle es uns nicht leichter, uns für den Fünfer oder das Weggli zu entscheiden: Wir drücken uns gerne um Entscheidungen, weil wir meinen, wir würden dann die Konsequenzen nicht spüren. Und so leben wir bewusst oder unbewusst mit Gegensätzen, die sich eigentlich ausschliessen. Schülerinnen und Schüler wollen gute Schulnoten – aber ohne zu «büffeln»; Arbeitstätige wollen weniger Weiterlesen →
Bei dieser dringlichen Interpellation geht es um eine Feuerwehrübung. Konkret: Um den Versuch, den Notfall-Einsatz von Personen ohne anerkanntes Lehrdiplom in den Zürcher Volksschulen ab August vorzubereiten und zu begleiten. Mit unserer Interpellation haben wir darauf aufmerksam gemacht, dass z.B. der Kanton Schaffhausen dafür einen Intensivkurs «Ready for Teaching 2022» mit Schulungseinheiten und wöchentlichen Praxistreffen anbietet – und wir haben gefragt, ob dies im Kanton Zürich auch angeboten wird. Wir haben gefragt und die Weiterlesen →