Im Kantonsrat wurde über die Umsetzung der „Förderklassen-Initiative“ beraten. Als EVP ist unser Ziel klar: Wir wollen keine starren Ideologien, sondern echte Hilfe dort, wo sie gebraucht wird.
Die vorliegende Vorlage ist ein pragmatischer Kompromiss:
✅ Bedarfsgerechte Werkzeuge
✅ Fairness
✅ Wahrung des Prinzips
Als EVP sagen wir Ja zu dieser moderaten Umsetzung. Weil wir überzeugt sind, dass Schulen Werkzeuge brauchen, um jede Schülerin und jeden Schüler dort abzuholen, wo sie stehen.
Mein Votum dazu in der Kantonsratsdebatte vom 11.5.2026:
„Ohne Frage ist es an der Zeit, die gegenwärtigen Herausforderungen in unseren Schulen zu analysieren und zielführende Verbesserungsmassnahmen zu treffen.
Und nachdem wir als EVP die ursprüngliche Förderklasseninitiative aufgrund ihrer absoluten Forderung von Förderklassen für alle Schulen (bei gleichzeitig geforderter Kostenneutralität, was zu sehr grossen Regelklassen geführt hätte!) abgelehnt haben, können wir nun der vorliegenden moderaten Umsetzungsvorlage zustimmen.
Die Gemeinden können bei Bedarf Förderklassen einrichten (die von den Schülerinnen Weiterlesen
Es gibt wohl keine bessere Investition als diejenige in die nächste Generation – von dieser Überzeugung lässt sich die EVP in der Bildungspolitik stets leiten. Und es erstaunt Sie daher kaum, dass wir diese und die nächste Vorlage mit Überzeugung unterstützen.
Ich beginne mit einer wahren Geschichte…
Den Eltern unter uns ist es hinlänglich bekannt: Das «Drama Hausaufgaben». Es beginnt, wenn Schülerinnen und Schüler nach der Schule zu Hause ihre Hausaufgaben erledigen müssen – und nicht weiter wissen: «Papi/Mami, ich chumme nöd druus, chasch mer hälfe!?»
Ich gebe Ihnen meine Interessenbindung bekannt: Ich war 16 Jahre Schulpräsident, davon die letzten zwei Jahre in einer Gemeinde mit Leitung Bildung – und ich bin im vergangenen Mai zurückgetreten, weil die Belastung zu gross wurde. Ich bin also just ein Vertreter jener Spezies von Schulpflegenden, die gemäss den Initianten dieser parlamentarischen Initiative angeblich nichts mehr zu tun haben sollen und die man darum abschaffen und die paar wenigen Restaufgaben einem Gemeinderatsmitglied übertragen kann. Jene Spezies, von denen der Zürcher Oberländer letztes Jahr titelte «warum so viele Mitglieder von Schulpflegen zurücktreten – dieses Jahr haben schon über 35 Schulpflegerinnen und -pfleger ihren Rücktritt bekannt gegeben. Es gibt Hinweise darauf, dass die Belastung für viele zu gross ist.»
Die EVP engagiert sich seit Jahrzehnten konsequent für die Bildung der nächsten Generation, denn sie sind die wichtigste Ressource unseres Landes. Daher wird sparen bei der Bildung eine teure Sache für uns alle!
Die EVP setzt sich für einen starken Kindergarten als solides Fundament für einen erfolgreichen Bildungsweg unserer Kinder ein. Dazu gehören auch faire Anstellungsbedingungen für Kindergarten-Lehrpersonen. Lesen Sie dazu das nachstehende Votum von EVP-Kantonsrat und -Kantonalpräsident Hanspeter Hugentobler zur Anpassung der Lohnkategorie für Kindergarten-Lehrpersonen, gehalten am 28. November 2022. Der Kantonsrat stimmt der Anpassung der Lohnkategorie per 1. Januar 2023 mit 127 JA zu 38 Nein zu, lehnte es aber mit 103 NEIN (GLP, Mitte, FDP, SVP) gegen 66 JA (EVP, SP, Grüne, AL) ab, auf die noch immer fehlenden 100%-Anstellungen im Kindergarten einzugehen. Die EVP bleibt dran und setzt sich weiterhin für faire Bedingungen auf allen Schulstufen, gegen den Lehrpersonenmangel und damit für eine gute Bildung der nächsten Generation ein.
Bei dieser dringlichen Interpellation geht es um eine Feuerwehrübung. Konkret: Um den Versuch, den Notfall-Einsatz von Personen ohne anerkanntes Lehrdiplom in den Zürcher Volksschulen ab August vorzubereiten und zu begleiten. Mit unserer Interpellation haben wir darauf aufmerksam gemacht, dass z.B. der Kanton Schaffhausen dafür einen Intensivkurs «Ready for Teaching 2022» mit Schulungseinheiten und wöchentlichen Praxistreffen anbietet – und wir haben gefragt, ob dies im Kanton Zürich auch angeboten wird. Wir haben gefragt und die
Noch selten habe ich bei einem Vorstoss so engagierte spontane Emails erhalten wie bei diesem: Kaum habe ich diese parlamentarische Initiative miteingereicht, wurde ich eingedeckt mit Argumenten pro und contra Noten. Von Noten als untauglichem Belohnungs- und Bestrafungssystem, das nichts mit Lernen zu tun haben, warnten die einen – von einem unabdingbaren und motivierenden Leistungsbeurteilungssystem schwärmten die anderen. Und bei der einen oder anderen Zuschrift drückten unübersehbar auch die persönlichen Noten-Schulerlebnisse (ob gut oder schlecht) durch. Aber daran ist man sich als Bildungspolitiker gewöhnt, in Sachen Bildung fühlen wir uns ja alle kompetent, weil wir mal alle in der Schule waren…