Fairness im Kindergarten

Gute Nachrichten für den Kindergarten: Nach jahrelangem Seilziehen um die unfaire 88%-Anstellungen der Kindergarten-Lehrpersonen hat heute der Kantonsrat mit 89:76 Stimmen zu unserer Motion „100% Stellen auch für Kindergartenlehrpersonen“ dem Regierungsrat den Auftrag gegeben, diesen Missstand zu beheben. Lesen Sie nachfolgend mein Votum in der heutigen Debatte.

Ich beginne mein Votum mit dem berühmten Zitat des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy: «Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: Keine Bildung». Denn ich finde, dieses Zitat passt sehr gut zu den heutigen Herausforderungen in der Volksschule – und ganz besonders zu den Herausforderungen im Kindergarten: Die eintretenden Kinder werden immer jünger und immer mehr Kinder mit «besonderen Bedürfnissen» sind zu integrieren, und in den ersten Wochen ist in manchen Kindergärten trotz des vorbildlichen Einsatzes der Kindergartenlehrperson die Klassensituation prekär.

Dass man gleichzeitig seit Jahren die entscheidenden Akteure in dieser herausfordernden Situation – nämlich die Kindergartenlehrpersonen! – unfair behandelt, ist ein Skandal! Tiefere Lohnstufen, ein maximaler Beschäftigungsgrad von 88% mit einer ganzen Kindergartenklasse, «windige» Berechnungen, bei denen man die Weiterlesen

Ja zum Musikschulgesetz!

Es war eine schwarze Stunde für die musikalische Bildung, am 14. März 2016, als eine unheilige Allianz in diesem Rat aus SVP, FDP, CVP, und GLP das Musikschulgesetz versenkte. 10 Jahre lang hatte man bereits am neuen Gesetz gearbeitet. Ein schlankes, gutes Gesetz war entstanden, das die Rahmenbedingungen für die musikalische Bildung festlegte und den Musikschulen Perspektiven für die Zukunft gab. Die Vernehmlassungsantworten waren mehrheitlich positiv. Es gab einen Konsens in der vorletzten Legislatur, den Weiterlesen

Jokertage auch für Berufsschülerinnen und Berufsschüler!

Die EVP engagiert sich konsequent für praxis- und zukunftsorientierte Jokertags-Lösungen.

Sie war deshalb vom Beginn weg für die Gymi-Jokertags-Initiative – und sie befürwortet konsequenterweise auch die nun vorliegende Ausdehnung auf die Berufsschulen.

Ich staune, dass gewisse Fraktionen bei einem identischen Problem mit den identischen Argumenten zum gegenteiligen Schluss kommen. Und ich finde es auch fragwürdig, zwischen Mittelschulen und Berufsschulen zu vergleichen, welche Weiterlesen

„Ich höre immer deutlichere Hilferufe“

Das folgende Interview erschien im Juni 2018 im Magazin des Zürcher Lehrerinnen- und Lehrer-Verbands. Das Gespräch mit mir führte Brigitte Fleuti, Präsidentin des Verbandes Kindergarten Zürich.

Mit drei Vorstössen lancierte Schulpräsident und EVP-Politiker Hanspeter Hugentobler im Kantonsrat die Diskussion über die Situation auf der Kindergartenstufe. Im Interview zeigt er sich besorgt darüber, dass Kindergartenlehrpersonen vor allem in den ersten Monaten immer mehr bis an den Anschlag gefordert sind. Weiterlesen

Kindergartenlehrpersonen haben faire Anstellungen verdient

Kindergartenlehrpersonen leisten einen höchst anspruchsvollen und wertvollen Dienst und legen die Grundlage für den künftigen Schulerfolg der Kinder. Sie tun ihre Aufgabe in einem integrativen Setting in Mehrjahrgangsklassen mit bis zu 24 Kindern, die durch die Verschiebung des Einschulungs-Stichtages immer jünger und betreuungsintensiver werden. Sie haben nur 2 bis 4 Halbklassenlektionen, und als erste Bildungsstufe übernehmen sie oft wichtige Triagefunktionen, dies häufig mit Weiterlesen

Uns braucht es mehr denn je!

Hören Sie mein heutiges Interview bei Radio SRF 1
– und finden Sie weitere spannende Medienberichte rund um das 100-jährige Jubiläum der EVP und meinen Start in die Aufgabe als Präsident der EVP des Kantons Zürich.

Zu den Medienberichten

Das Kindswohl muss an erster Stelle stehen!

jugendFür eine konstruktive Partnerschaft zwischen Kanton und Gemeinden im Gesetz über die Jugendheime und Pflegekinderfürsorge.
Um es gleich vorwegzunehmen: Die EVP unterstützt die Vorlage zur «Reparatur» des alten Jugendheim-Gesetzes nach wie vor, denn an der Sachlage hat sich seit unserer letzten Parlamentsdebatte nichts geändert: Seit Jahrzehnten werden Heimaufenthalte von Kindern gemeinsam durch Eltern, Kanton und Gemeinden finanziert. Das ist eingespielte Praxis und hat sich bewährt. Aufgrund eines Bundesgerichtsurteils ist letztes Jahr eine Rechtsunsicherheit entstanden, die nun mittels Gesetzesänderung repariert werden muss, bis das neue Kinder- und Jugendheimgesetz in Kraft tritt, das aktuell in der Kommission für Bildung und Kultur KBIK in der Beratung ist.

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