Ich spüre es in vielen Begegnungen: Unsere Gesellschaft steht unter Spannung. Meinungen verhärten sich und das Trennende scheint oft stärker zu sein als das Verbindende. Gerade dann bewegt mich die Frage: Wie steuern wir dagegen – wie kann Gemeinschaft neu wachsen?
In meiner Tätigkeit als Kantonsrat erlebe ich immer wieder intensive, manchmal auch hitzige Debatten. Und ja, ich habe mich dabei auch schon über mein politisches Gegenüber geärgert. Wenn Überzeugungen aufeinanderprallen, wenn Worte verletzen oder Positionen unverständlich erscheinen, fällt das Miteinander nicht leicht. Aber oft kommt nach dem Ärger auch die Einsicht: Es geht nur miteinander.
Denn Politik bedeutet für mich Verantwortung für das Zusammenleben von uns Menschen. Im Parlament sitzen Frauen und Männer mit ganz unterschiedlichen Weiterlesen
Es gibt wohl keine bessere Investition als diejenige in die nächste Generation – von dieser Überzeugung lässt sich die EVP in der Bildungspolitik stets leiten. Und es erstaunt Sie daher kaum, dass wir diese und die nächste Vorlage mit Überzeugung unterstützen.
Eigentlich ist der Titel dieser parlamentarischen Initiative eine Selbstverständlichkeit: «Unentgeltlichkeit der Lehrmittel während der Schulpflicht» – oder sollte zumindest eine Selbstverständlichkeit sein…
Den Eltern unter uns ist es hinlänglich bekannt: Das «Drama Hausaufgaben». Es beginnt, wenn Schülerinnen und Schüler nach der Schule zu Hause ihre Hausaufgaben erledigen müssen – und nicht weiter wissen: «Papi/Mami, ich chumme nöd druus, chasch mer hälfe!?»
Ich gebe Ihnen meine Interessenbindung bekannt: Ich war 16 Jahre Schulpräsident, davon die letzten zwei Jahre in einer Gemeinde mit Leitung Bildung – und ich bin im vergangenen Mai zurückgetreten, weil die Belastung zu gross wurde. Ich bin also just ein Vertreter jener Spezies von Schulpflegenden, die gemäss den Initianten dieser parlamentarischen Initiative angeblich nichts mehr zu tun haben sollen und die man darum abschaffen und die paar wenigen Restaufgaben einem Gemeinderatsmitglied übertragen kann. Jene Spezies, von denen der Zürcher Oberländer letztes Jahr titelte «warum so viele Mitglieder von Schulpflegen zurücktreten – dieses Jahr haben schon über 35 Schulpflegerinnen und -pfleger ihren Rücktritt bekannt gegeben. Es gibt Hinweise darauf, dass die Belastung für viele zu gross ist.»
Chancengerechtigkeit ist – in der Theorie! – hier drin wohl allen wichtig.
Die EVP engagiert sich seit Jahrzehnten konsequent für die Bildung der nächsten Generation, denn sie sind die wichtigste Ressource unseres Landes. Daher wird sparen bei der Bildung eine teure Sache für uns alle!
