Im Kantonsrat wurde über die Umsetzung der „Förderklassen-Initiative“ beraten. Als EVP ist unser Ziel klar: Wir wollen keine starren Ideologien, sondern echte Hilfe dort, wo sie gebraucht wird.
Die vorliegende Vorlage ist ein pragmatischer Kompromiss:
✅ Bedarfsgerechte Werkzeuge
✅ Fairness
✅ Wahrung des Prinzips
Als EVP sagen wir Ja zu dieser moderaten Umsetzung. Weil wir überzeugt sind, dass Schulen Werkzeuge brauchen, um jede Schülerin und jeden Schüler dort abzuholen, wo sie stehen.
Mein Votum dazu in der Kantonsratsdebatte vom 11.5.2026:
„Ohne Frage ist es an der Zeit, die gegenwärtigen Herausforderungen in unseren Schulen zu analysieren und zielführende Verbesserungsmassnahmen zu treffen.
Und nachdem wir als EVP die ursprüngliche Förderklasseninitiative aufgrund ihrer absoluten Forderung von Förderklassen für alle Schulen (bei gleichzeitig geforderter Kostenneutralität, was zu sehr grossen Regelklassen geführt hätte!) abgelehnt haben, können wir nun der vorliegenden moderaten Umsetzungsvorlage zustimmen.
Die Gemeinden können bei Bedarf Förderklassen einrichten (die von den Schülerinnen Weiterlesen
Es gibt wohl keine bessere Investition als diejenige in die nächste Generation – von dieser Überzeugung lässt sich die EVP in der Bildungspolitik stets leiten. Und es erstaunt Sie daher kaum, dass wir diese und die nächste Vorlage mit Überzeugung unterstützen.
Das Schulfach „Religionen, Kulturen, Ethik“ soll eigenständig bleiben. In diesem Zusammenhang habe ich im Kantonsrat zusammen mit meinen EVP-Fraktionskollegen Markus Schaaf und Donato Sconamiglio am 27. Oktober 2025 die nachfolgende Anfrage an die Zürcher Kantonsregierung eingereicht.
Ich beginne mit einer wahren Geschichte…
Eigentlich ist der Titel dieser parlamentarischen Initiative eine Selbstverständlichkeit: «Unentgeltlichkeit der Lehrmittel während der Schulpflicht» – oder sollte zumindest eine Selbstverständlichkeit sein…
Den Eltern unter uns ist es hinlänglich bekannt: Das «Drama Hausaufgaben». Es beginnt, wenn Schülerinnen und Schüler nach der Schule zu Hause ihre Hausaufgaben erledigen müssen – und nicht weiter wissen: «Papi/Mami, ich chumme nöd druus, chasch mer hälfe!?»
Der Titel dieser Volksinitiative tönt attraktiv: «für eine Schule mit Zukunft» – doch in Tat und Wahrheit will diese Volksinitiative eine Schule der Vergangenheit. Eine Schule in der man Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen separiert, ausgrenzt, stigmatisiert. Ohne Frage ist es an der Zeit, die gegenwärtigen Herausforderungen in unseren Schulen zu analysieren und zielführende Verbesserungsmassnahmen zu treffen. Diese Verbesserung erreicht man aber nicht durch den Zwang zur flächendeckenden Einführung von separativen Förderklassen, die notabene auch noch «kostenneutral» realisiert werden soll… Nein, sinnvoll sind gezielte Verbesserungen wie die erweiterten Lernräume, wie sie der Regierungsrat im Gegenvorschlag erwähnt, aber auch die nötigen Ressourcen-
Ich gebe Ihnen meine Interessenbindung bekannt: Ich war 16 Jahre Schulpräsident, davon die letzten zwei Jahre in einer Gemeinde mit Leitung Bildung – und ich bin im vergangenen Mai zurückgetreten, weil die Belastung zu gross wurde. Ich bin also just ein Vertreter jener Spezies von Schulpflegenden, die gemäss den Initianten dieser parlamentarischen Initiative angeblich nichts mehr zu tun haben sollen und die man darum abschaffen und die paar wenigen Restaufgaben einem Gemeinderatsmitglied übertragen kann. Jene Spezies, von denen der Zürcher Oberländer letztes Jahr titelte «warum so viele Mitglieder von Schulpflegen zurücktreten – dieses Jahr haben schon über 35 Schulpflegerinnen und -pfleger ihren Rücktritt bekannt gegeben. Es gibt Hinweise darauf, dass die Belastung für viele zu gross ist.»
Chancengerechtigkeit ist – in der Theorie! – hier drin wohl allen wichtig.
Kultur spielt für die Identität der Gesellschaft eine zentrale Rolle.