ÖV-Frühverbindungen zum Flughafen auch für Landgemeinden

(c) Flughafen Zürich AG

Die Frühverbindungen des öffentlichen Verkehrs zum Flughafen sind ungenügend – vor allem aus den Landgemeinden. In diesem Zusammenhang habe ich im Kantonsrat zusammen mit meinen EVP-Fraktionskollegen Daniel Sommer und Markus Schaaf am 16. Dezember 2024 die nachfolgende Anfrage an die Zürcher Kantonsregierung eingereicht.

Die Frühverbindungen des öffentlichen Verkehrs zum Flughafen Zürich aus Agglomerations- und Landgemeinden sind nach wie vor ungenügend. So erreicht man den Flughafen beispielsweise aus Pfäffikon ZH erst um 06:02 Uhr, aus Affoltern am Albis um 05:56 Uhr, aus Andelfingen um 06:02 Uhr und aus dem Tösstal um 06.06 Uhr. Das ist nicht nur viel zu spät für Flugreisende in den Morgenstunden mit hohem Passagieraufkommen und entsprechend frühen Check-in-Zeiten, sondern auch für die Tausende von Flughafenmitarbeitenden im Schichtbetrieb.

Auch wenn in den vergangenen Jahren punktuelle Verbesserungen bei Weiterlesen

Bildung stärken statt kürzen!

Die EVP engagiert sich seit Jahrzehnten konsequent für die Bildung der nächsten Generation, denn sie sind die wichtigste Ressource unseres Landes. Daher wird sparen bei der Bildung eine teure Sache für uns alle!

Deshalb …
…sagen wir nein zur Halbierung der neuen Stellen in der Bildungsverwaltung, denen wir als Kantonsrat unlängst die Digitalisierung der Sekundarstufe II dringlich in Auftrag gegeben haben
…sagen wir ja zum nötigen Schulraum-Ausbau und zur unverzögerten Planung und Umsetzung der verschiedenen baulichen Investitionsprojekten von Universität, Fachhochschulen, Mittel- und Berufsschulen
…und sagen wir nein zu den sattsam bekannten alljährlichen Rasenmäher- Weiterlesen

Nulltoleranz für sexuelle Gewalt in Schulen!

Wir von der EVP sind eigentlich keine Fans von anderslautenden Stellungnahmen – meist handelt es sich ja um Papiertiger zu zweitrangigen Nebenthemen. Wenn wir bei diesem Postulat die anderslautende Stellungnahme dennoch unterstützen, dann darum, weil es hier um hochprioritäres Anliegen geht: Um den Schutz der Kinder und Jugendlichen vor sexueller Gewalt in Schulen. Da muss in allen Schulen absolute Nulltoleranz gelten – und entsprechende Präventions- und Schutzkonzepte müssen zwingend in allen Schulen eingeführt werden.

Dabei bin ich überzeugt, dass die Schulen in diesem speziellen Thema klare Vorgaben und Hilfestellungen nicht als Eingriff in die Gemeindeautonomie empfinden werden, sondern viel mehr als Unterstützung in einem schwierigen Bereich. Und es macht ja auch absolut Sinn, dass in allen Schulen in unserem Kanton einheitliche Schutzkonzepte gelten – so wie auch alle Volksschulen im Kanton Zürich die Vorgabe Weiterlesen

Medien fördern – Medienausbildungszentrum MAZ unterstützen

Ich stelle bei der Regierungsantwort auf unseren Vorstoss eine inkonsequente Haltung fest, die mir leider immer wieder begegnet: Die Regierung anerkennt die Wichtigkeit der Medienvielfalt und -qualität für die Demokratie – aber dann ganz konkret möchte man die Medienausbildung dann doch nicht stärker unterstützen.  «Medienqualität ist wichtig, aber sie darf nichts kosten» – eine enttäuschend inkonsequente Haltung. Weshalb sonst will der Kanton Zürich die berufsbegleitende Ausbildung von Medienschaffenden an der anerkannten Schweizer Journalismusschule MAZ (Medienausbildungszentrum Luzern) denn nicht unterstützen?

Studierende der zweijährigen Diplomausbildung Journalismus, die aus den Kantonen GL, LU, NW, OW, SZ, TG, UR, ZG, BL, BS, FR, SO kommen, bezahlen für das Studium rund 18’000 CHF, weil ihre Kantone die MAZ-Ausbildung mit 10’000.- CHF unterstützen – Studierende aus dem Kanton Zürich bezahlen die vollen 28’000.- CHF, weil der Kanton Zürich nichts bezahlt…

Mit dieser Motion fordern wir, dass der Kanton Zürich dieses knausrige Verhalten endlich korrigiert und die führende Schweizer Journalistenschule MAZ und deren Weiterlesen

Mehr als Klatschen für die Lehrpersonen!

Bildung ist die wichtigste Ressource der Schweiz – und in der Volksschule legen wir die entscheidenden Grundlagen für die Bildung der nächsten Generation, die unser Land in die Zukunft führen wird. Und dabei entscheidender Erfolgsfaktor sind die Lehrpersonen, die sich Tag für Tag mit Kompetenz, Hingabe und viel Herzblut individuell um ihre Schülerinnen und Schüler kümmern.

Doch diese Lehrpersonen sind hoffnungslos überlastet: Als Gesellschaft haben wir der Schule immer mehr Bildungs- und Erziehungsaufgaben übertragen, die Schülerinnen und Schüler müssen immer individueller beschult werden und die Arbeit mit manchen Eltern wird immer schwieriger. Da ist es klar, dass die vorgesehene Arbeitszeit nirgendwo mehr hinreicht und Lehrpersonen aufgrund der Überlastung ihr Pensum reduzieren oder ihren Job sogar ganz an den Nagel hängen.

Das wollen wir ändern mit diesem Vorstoss – mit einem höheren Lektionenfaktor: Für faire Pensen ohne Überstundenüberhang, für die nötige Zeit für einen guten Unterricht und für genügend Lehrpersonen. Dass der Lektionenfaktor erhöht werden muss, anerkennt übrigens auch die grosse Mehrheit der Teilnehmenden an der Vernehmlassung zur Revision des neuen Berufsauftrages – Schulen, Gemeinden, Parteien inklusive.
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Friede?

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Für das Magazin von ERF Medien sollte ich ein Editorial schreiben zum Thema «Frieden» – ich muss gestehen, dass ich gezögert habe, diese Aufgabe anzupacken. Inmitten der Kriege und Krisen unserer Zeit fühlen wir uns als einzelne Menschen doch machtlos, einen Beitrag zum Frieden beizutragen. Die Welt scheint geprägt von Konflikten, Spannungen und Unsicherheiten, die einen globalen Schatten auf unsere Existenz werfen.

Doch gerade in solchen Momenten erinnert uns der Glaube an eine Kraft, die grösser ist als die Konflikte, die uns umgeben. Jesus brachte den Frieden auf die Erde, lehrte Liebe und Versöhnung. In einer Welt, die von Unruhen und Konflikten geprägt ist, mag es paradox erscheinen, dass dieser Friede in unserem persönlichen Umfeld Wirkung entfalten kann. Doch gerade hier, im Kleinen, liegt die Kraft der Veränderung.

Trotz der unfriedlichen Weltlage können wir als Einzelne einen Unterschied machen. Die Botschaft des Friedens, die uns von Gott angeboten wird, ist auch eine konkrete Handlungsanweisung für unser tägliches Leben. Sie erinnert uns daran, dass der Frieden nicht nur ein Zustand ist, den wir passiv empfangen, sondern eine aktive Wahl, die wir immer wieder treffen können.

In Zeiten, in denen der Krieg als letzte Konsequenz des Hasses droht, kann der Friede und die Liebe zwischen Menschen als präventive Massnahme dienen. Jeder Akt der Freundlichkeit, der Versöhnung und des Verständnisses trägt dazu bei, die Spirale der Feindseligkeit zu durchbrechen. In unseren persönlichen Beziehungen können wir so zu Friedensstiftern werden und ein Gegengewicht zu den globalen Spannungen bilden.

Es ist verlockend, sich von der kollektiven Krisendepression niederdrücken zu lassen. Doch gerade in solchen Momenten ist es wichtig, den Blick auf das Positive zu richten. Die Fähigkeit, trotz widriger Umstände den Frieden im Kleinen zu leben und Hoffnung zu verbreiten, ist eine Kraft, die nicht nur unser eigenes Leben, sondern auch das Leben derer um uns herum prägt.

Vor Jahren versandten wir als ERF Medien unserem Publikum Grusskarten mit dem Slogan: „Wir glauben an die Zukunft und an Gott.“ Diese einfache Aussage birgt eine tiefe Überzeugung in sich. Sie ist ein Bekenntnis zur Hoffnung, die über die gegenwärtigen Schwierigkeiten hinausreicht. Glaube und Hoffnung sind nicht nur leere Worte, sondern Quellen der Kraft, die uns ermächtigen, selbst inmitten der Dunkelheit Licht zu entfachen.

Rücktritt als Schulpräsident

Ich gebe hiermit meinen sofortigen Rücktritt als Schulpräsident und als Mitglied der Schulpflege Pfäffikon aus gesundheitlichen Gründen bekannt und bin für das Amt ab heute vollständig krankgeschrieben.

Ich trete 22 Jahre nach dem Einstieg in die Schulpflege und nach 16 Jahren Schulpräsidium zurück. Zur grossen Aufgabenlast des Schulpräsidiums kam der komplexe Schulkonflikt mit Rücktrittsforderungen und medialer Kampagne dazu, der über Monate andauerte und meine Kräfte überstieg – für mich in einem Milizamt gesundheitlich nicht mehr leistbar.

Ich danke allen Behörden- und Verwaltungskolleginnen und Kollegen für die gute Zusammenarbeit – und besonders allen Mitarbeitenden der Schule Pfäffikon für ihr wertvolles Engagement für die Bildung der nächsten Generation und wünsche alles Gute!
(Hanspeter Hugentobler, 30. Mai 2024)

Nachtrag: Der Bezirksrat Pfäffikon hat mich meinem Gesuch entsprechend unter Verdankung der geleisteten Dienste am 6. Juni 2024 per sofort als Mitglied und Präsident der Schulpflege Pfäffikon entlassen und den Gemeinderat eingeladen, eine Ersatzwahl anzuordnen.

Die Ohren nicht hängen lassen

Wir leben in herausfordernden Zeiten. Es scheint, als greife die Unsicherheit auch in unserer vermeintlich so sicheren Schweiz zunehmend um sich. Die brutalen Kriege und Konflikte in aller Welt mit unzähligen von Toten und Flüchtenden lassen uns nicht kalt. Das Verhalten der Weltmächte ist unberechenbarer geworden. Die Demokratien sind weltweit unter Druck, die wichtige Funktion der Medien als einstige vierte Gewalt im Staat bröckelt. Der Klimawandel fordert uns heraus und die Umstellung auf erneuerbare Energien geht nicht nur in der Schweiz viel zu langsam. Stark spürbar ist auch die Teuerung: Steigende Mieten, Hypothekarzinsen, Energiekosten, Mehrwertsteuer, Krankenkassenprämien… Die Aussichten auf die Zukunft der Altersvorsorge sind Weiterlesen

Kinder sind das Wichtigste

„Kinder halten uns nicht von Wichtigerem ab. Sie sind das Wichtigste.» Diese Worte des Schriftstellers und Literaturwissenschaftlers C.S.Lewis fordern heraus. Denn die heutige Realität sieht anders aus: «Trend zur Kinderlosigkeit beschleunigt sich rasant», titelt die NZZ einen Artikel über die problematischen Folgen des fehlenden Nachwuchses auf die AHV. Die durchschnittliche Anzahl Kinder pro Frau ist im Jahr 2021 auf tiefe 1,39 gesunken, für eine konstante Bevölkerung wären 2,1 Kinder nötig. Und die Sozialwissenschafterin Jeannine Hess analysiert im NZZ-Beitrag: «Früher musste man sich bewusst gegen Kinder entscheiden. Heute dagegen ist es eher so, dass man einen bewussten Entscheid für ein Kind fällt.»

Nun finde ich den bewussten Entscheid für ein Kind grundsätzlich positiv. Kindererziehung ist kein Last-Minute-Trip, in den man überstürzt hineinschliddern, sondern eine jahrzehntelange Abenteuer-Reise, auf die man sich gut vorbereiten sollte. Es liegt mir auch fern, Paare zu kritisieren, die keine Kinder bekommen können oder sich nach reiflichen Überlegungen bewusst gegen Kinder entscheiden.
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Zusammenleben

Foto von Clay Banks auf Unsplash

Vor einigen Jahren nahmen wir als Familie in Berlin an einer Familienführung durch den deutschen Bundestag teil. Bevor wir starteten, fragte der Leiter der Führung: „Was ist eigentlich Politik?“ Niemand wollte sich dazu äussern…

„Politik“: Viele Leute tun sich schwer damit. In den vergangenen Pandemie-Jahren ist kein Tag vergangen, an dem unser Bundesrat nicht in der Kritik stand. Den einen waren die Corona-Massnahmen zu rigoros, den anderen gingen sie zu wenig weit. Mit der Zeit verschärfte sich der Ton, viele machten ihrem Ärger öffentlich Luft. Dabei fiel mir auf: Politik und Staat haben für Weiterlesen