Nein, ich möchte Ihnen kein schlechtes Gewissen machen. Gott liebt alle Menschen – unabhängig davon, wie oft sie eine Kirche besuchen. Und Gott ist allgegenwärtig – man kann ihm buchstäblich überall begegnen: Bei einem Spaziergang, an einem Konzert, im Gespräch mit einem Mitmenschen, beim Lesen eines Buches, beim Anschauen eines Filmes…
Dennoch entdecke ich immer wieder, dass Gott gerade auch in Kirchen «anzutreffen» ist. Ein solches Erlebnis hatte ich in den Ferien – nach einer traumhaften Reise durch den Westen der USA mit all seinen wunderschönen Nationalparks und spannenden
«Die stolzesten Schweizerbürgerinnen und Schweizerbürger sind diejenigen, die erste gerade eingebürgert wurden». Diese Erkenntnis kann ich als Gemeinderat, der regelmässig Einbürgerungsgespräche zu führen hat, nur bestätigen. Wenn die Bewerberinnen und Bewerber um das Bürgerrecht zum Gespräch kommen, habe sie bereits einen längeren Prozess hinter sich, haben sich mit den Details unseres Landes und unseres politischen Systems in einem Kurs vertraut gemacht, haben Sprachkurse abgeschlossen und eine Prüfung bestanden. Immer wieder staune ich dann, wie sie mit Überzeugung ausdrücken können, was sie an unserem Land und an unserem Weiterlesen →
Hand aufs Herz: Wie feiern Sie nach den Krisenereignissen der letzten Monate Weihnachten? Haben Sie so einfach Lust, Weihnachtslieder zu singen und den berühmten Slogan der Engel „Friede auf Erden“ zu hören, wie ihn die Weihnachtsgeschichte im Lukas-Evangelium berichtet? Wie kann man denn überhaupt gemütlich Weihnachten feiern angesichts des grossen Leides von Terroranschlägen, Kriegen, Krankheiten, wirtschaftlichen Krisen und persönlichen Tragödien der vergangenen Zeit? Ist es nicht zynisch, nun die Beine hochzulegen, gemütlich eine Kerze anzuzünden, einen Zimtstern auf der Zunge zergehen zu lassen und dazu sanfte Weihnachtsmusik zu hören: „Friede auf Erden“?
Auch bei ERF Medien fragen wir uns: Sollen wir in Krisenzeiten nur rund um diese Ereignisse berichten? Oder dürfen – oder sogar müssen? – wir auch über die ganz normalen Lebensthemen aus unserem Umfeld reden? Sogar dann, wenn sie so positiv Weiterlesen →
Die Werte-Diskussion ist allgegenwärtig. Viele beklagen sich über den Werteverlust. Manche wünschen sich die „alten Werte“ zurück. Christen reden dabei oft von „christlichen Werten“. Doch was sind „christliche Werte“ eigentlich?
Eine abschliessende Liste christlicher Werte gibt es nicht. Doch wenn Jesus Christus einen Wert immer wieder betont und vorgelebt hat, dann das Gebot der Nächstenliebe. Gott zu lieben und den Nächsten wie sich selbst – das zieht sich wie ein roter Faden durch die christliche Botschaft. Jesus selbst definierte in der Bergpredigt die Nächstenliebe ganz pragmatisch: „So wie ihr von den Menschen behandelt werden möchtet, so behandelt sie auch.“ Diese goldene Regel begleitet mich durchs Leben. Sie fordert mich heraus, korrigiert mich, eröffnet mir neue Horizonte – Tag für Tag in meinen Weiterlesen →
Es war nach den eidgenössischen Volksabstimmungen zur Ecopop-Initiative. Alt-Nationalrat Franz Steinegger wird im Tagesgespräch von SRF 1 zur Situation der Schweiz in Europa befragt. Mit Interesse verfolge ich die fundierten Antworten des langjährigen FDP-Politikers. Zum Schluss des Interviews fragt Susanne Brunner Franz Steinegger, wie zuversichtlich er sei, dass es in der ganzen Thematik eine Lösung gebe. Steineggers Antwort lässt mich aufhorchen: Er sehe die Lösung nicht ganz konkret, aber er sage immer: „Die Schweiz wird von der Vorsehung Gottes auch noch geleitet“.
Welch ein Interview-Schlusspunkt, den Franz Steinegger mit diesem Wort setzt. „Vorsehung Gottes“ ist das Stichwort. In aller Demut erkennt er an, dass es nicht die Politiker und auch nicht wir als Bürgerinnen und Bürger sind, die alles im Griff haben. Nein, wir können uns einem Gott anvertrauen, der vor-sorgt.
Mit dem Ausdruck „Vorsehung“ erinnert er an die markanten Worte, die auf dem Rand jedes Fünflibers eingeprägt sind: „Dominus providebit“ – „Der Herr wird vorsorgen“. „Providebit“ kommt vom lateinischen Verb „providere“, das für Begriffe steht wie „vorhersehen, voraussehen, Vorsorge treffen, Sorge tragen, sorgen für“.
„Dominus providebit“ – zwei kurze Worte mit Langzeitwirkung. Wenn Sie das nächste Mal einen Fünfliber aus Ihrem Portemonnaie nehmen, dann werfen Sie doch einen Blick auf den Rand der Münze und lassen Sie sich daran erinnern: Wir haben einen Gott, der für uns sorgt.
Ich wünsche Ihnen ein gutes, sorgenarmes neues Jahr!
Vitality – das neue besondere Gottesdiensterlebnis der ref. Kirche Pfäffikon ZH
Kennen Sie eine Firma, die nach 2000-jährigem Bestehen quicklebendig ist? Mir kommt da nur eine Organisation in den Sinn: Die christliche Kirche. Was vor 2000 Jahren mit Jesus Christus begann, ist heute die grösste religiöse Bewegung, zu der sich mehr als 2 Mia Menschen zählen. Christliche Kirchen sind heute weltweit gesehen vielfältiger und aktiver denn je.
Dass dies so ist, trotz unzähliger Fehlentscheidungen, düsterster Phasen und brutalster Verfolgung, ist ein Wunder und zeigt, dass Kirche mehr ist als eine menschliche Erfindung.
Dazu hat auch beigetragen, dass durch die Jahrhunderte immer wieder Menschen Gottes Liebe begegnet sind und einen neuen Bezug zum Glauben an Jesus Christus gefunden haben. Als Begeisterte haben sie der Kirche neue Impulse gegeben und sind neue Wege zu den Menschen gegangen. Vor 500 Jahren beispielsweise taten dies die Reformatoren Luther, Zwingli und Calvin. Doch mit dem bevorstehenden Feiern des Reformationsjubiläums ist es nicht getan. Eine Kirche, die sich nicht immer wieder reformiert, wird irgendwann zu einer leblosen Institution. Dies gilt nicht nur für jahrhundertealte Landes- oder Freikirchen, sondern auch für jüngste Neugründungen christlicher Kirchen.
„Wer will, dass die Kirche bleibt, wie sie ist, will nicht, dass sie bleibt.“ Dieser Satz fordert mich heraus in meiner eigenen „kirchlichen Bequemlichkeit“, neue Schritte in die Zukunft zu wagen.
Kennen Sie den Fernsehspot FOR von Smart? Wenn Sie ihn noch nicht kennen, kann ich Ihnen den Videoclip nur empfehlen. Eigentlich geht es im Video um urbane Mobilität – oder noch konkreter: Um Werbung für die Philosophie der kleinen Smart-Autos. Doch die Aussagen sind so stark und herausfordernd, dass die Autowerbung in den Hintergrund tritt und man den Power-Sätzen des Spots nachzudenken beginnt. Sätze, die man aufs ganze Leben beziehen kann. Sätze, die unser persönliches Leben, das Miteinander in Familie und Nachbarschaft, mein Berufsleben und sogar die Politik verändern könnten. Gespannt? Hier einige Sätze:
What are you FOR?
FOR – das heisst, für etwas zu sein
FOR sind nur drei Buchstaben, aber der Beginn von allem Grossen.
FÜR etwas zu sein, fordert den Status Quo heraus.
FÜR bedeutet: Lass uns zum Mond fliegen, statt zu Hause bleiben.
FÜR ist immer optimistisch und kennt keine Furcht.
FÜR ist eine Kraft, die in jedem von uns steckt.
Sei FÜR etwas – FÜR ein Leben voller Leben.
FÜR die Stadt, die du liebst.
Gegen etwas zu sein, ist einfach
– aber FÜR etwas zu sein, ist eine Haltung, die die Welt verändern kann.
Geniessen Sie das Video und lassen Sie sich herausfordern zur Faszination eines FÜR-Lebens!
Das Experiment fand im Januar 2012 statt – informiert wurde erst in diesem Sommer.
Das soziale Netzwerk Facebook testete mit rund 689‘000 Nutzerinnen und Nutzern, wie sich Nachrichten auf ihr Verhalten auswirken.
Konkret: Bei einem Teil von ihnen wurden auf der persönlichen News-Seite mehr positive Nachrichten von Freunden angezeigt, bei anderen mehr negative Nachrichten.
Der gemessene Effekt war zwar klein, aber klar: Wer mehr positive Nachrichten auf seiner Neuigkeiten-Einstiegsseite vorfand, schrieb auch selbst mehr positive Nachrichten – und umgekehrt. Und wem sowohl emotionale positive als auch negative Weiterlesen →
„Bad news are good news“ – „schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten“, so lautet eine Binsenwahrheit der Medien. Doch der Journalismus muss aus Fehlern lernen und positiver werden.
Schlechte Nachrichten sind attraktiv, gute Nachrichten kaum. Oder hören Sie in den Medien von Ländern, die seit Jahren trotz ihrer grossen Unterschiedlichkeit in Frieden miteinander leben? Sehen Sie Beiträge über die Millionen von Ehepaaren, die sich während Jahrzehnten treu sind und einander selbst in schwierigen Zeiten gegenseitig unterstützen? Werden Sie überhäuft von Medienberichten, die zeigen, wie gut wir’s in unserem Land haben? Vermutlich kaum. Stattdessen vernehmen wir täglich von Kriegen, Konflikten, häuslicher Gewalt, Weiterlesen →
„Kommen Sie auf unsere Seite!“ Mit diesem Slogan wirbt eine grosse Versicherung für den Wechsel zu ihrem Angebot. Die Werbespots zeigen, wie dynamische Menschen unterschiedlichsten Alters zielstrebig über eine rote Linie springen. „Kommen Sie auf unsere Seite!“ – die Einladung steht. Sie gilt allen Menschen mit Charakter, die den Mut und die Kraft haben, den Sprung über die rote Linie hin zu mehr Sicherheit zu wagen.
Bei meiner Bibel-Lektüre bin ich im Psalm 118 auf eine interessante Parallele zum Versicherungs-Werbespot gestossen. Da heisst es im sechsten Vers: „Der Herr ist auf meiner Seite, und ich brauche mich vor nichts und niemandem zu fürchten. Was kann mir ein Mensch schon antun?“ Weiterlesen →