Friede auf Erden?

KircheHand aufs Herz: Wie feiern Sie nach den Krisenereignissen der letzten Monate Weihnachten? Haben Sie so einfach Lust, Weihnachtslieder zu singen und den berühmten Slogan der Engel „Friede auf Erden“ zu hören, wie ihn die Weihnachtsgeschichte im Lukas-Evangelium berichtet? Wie kann man denn überhaupt gemütlich Weihnachten feiern angesichts des grossen Leides von Terroranschlägen, Kriegen, Krankheiten, wirtschaftlichen Krisen und persönlichen Tragödien der vergangenen Zeit? Ist es nicht zynisch, nun die Beine hochzulegen, gemütlich eine Kerze anzuzünden, einen Zimtstern auf der Zunge zergehen zu lassen und dazu sanfte Weihnachtsmusik zu hören: „Friede auf Erden“?

Auch bei ERF Medien fragen wir uns: Sollen wir in Krisenzeiten nur rund um diese Ereignisse berichten? Oder dürfen – oder sogar müssen? – wir auch über die ganz normalen Lebensthemen aus unserem Umfeld reden? Sogar dann, wenn sie so positiv sind, dass sie nicht in die düstere Zeitstimmung passen? Zu solchen Fragen fordert uns auch unser Firmenlogo von ERF Medien heraus mit dem integrierten Schriftzug „Gute Nachrichten“…

„Die gute Nachricht“ – vielleicht liegt gerade darin der Schlüssel – ist nicht primär eine Nachricht, die mich in Hochstimmung bringen soll. Die gute Nachricht ist vielmehr, dass Gott diese Welt noch nicht aufgegeben hat. Dass er darum seinen Sohn Jesus Christus in unsere Welt voller Ungerechtigkeit, Krankheit und Krieg gesandt hat – das war auch vor 2000 Jahren schon so. Und dass damit eben gilt, was die Engel damals ausriefen: „Ehre sei Gott im Himmel! Denn er bringt der Welt Frieden und wendet sich den Menschen in Liebe zu“.

Auch wenn wir uns als einzelne Menschen in diesen herausfordernden Tagen oft so machtlos fühlen, eines können wir also: Den Frieden, den Gott uns anbietet, anzunehmen und ihn zu leben und weiterzugeben in unserem persönlichen Umfeld. Denn: dem Krieg als letzte Konsequenz des Hasses wird am besten mit Friede und Liebe zwischen Mensch und Mensch vorgebeugt. Sich nicht von der kollektiven Krisendepression niederdrücken zu lassen, sondern den Frieden im Kleinen zu leben und Hoffnung zu verbreiten – das scheint mir eine gute Art zu sein, Weihnachten zu feiern.

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