Guter Unterricht braucht Lehrpersonen, die Zeit für unsere Kinder haben!

Es gibt wohl keine bessere Investition als diejenige in die nächste Generation – von dieser Überzeugung lässt sich die EVP in der Bildungspolitik stets leiten. Und es erstaunt Sie daher kaum, dass wir diese und die nächste Vorlage mit Überzeugung unterstützen.

(Eintretensdebatte)
Wir unterstützen die längst überfälligen Verbesserungen des Berufsauftrages. Zu den wichtigsten gehören die Stärkung der Klassenlehrpersonen und die Erhöhung des Lektionenfaktors aller Lehrpersonen. Guter Unterricht für unsere Kinder und Jugendlichen braucht Lehrpersonen, die Zeit für sie haben – und nicht ächzend und ausgepowert 8 Wochen unbezahlte Überzeit pro Jahr leisten, wie das heute der Fall ist. Dass SVP und FDP sich sogar jeglicher (!) Verbesserung der unhaltbaren Ist-Situation verweigern und Weiterlesen

Fachbereich «Religionen, Kulturen, Ethik» soll eigenständig bleiben!

Das Schulfach „Religionen, Kulturen, Ethik“ soll eigenständig bleiben. In diesem Zusammenhang habe ich im Kantonsrat zusammen mit meinen EVP-Fraktionskollegen Markus Schaaf und Donato Sconamiglio am 27. Oktober 2025 die nachfolgende Anfrage an die Zürcher Kantonsregierung eingereicht.

Dem Schulblatt 3/2025 ist zu entnehmen, dass die Delegiertenversammlung der Lehrpersonenkonferenz an der Sitzung vom 13. Dezember 2023 den Antrag stellte, im Zeugnis der 4., 5. und 6. Klasse den Fachbereich «Religionen, Kulturen, Ethik» in den Fachbereich «Natur, Mensch, Gesellschaft» zu integrieren. Der Bildungsrat lud die Bildungsdirektion mit Beschluss 5/2025 ein, zu prüfen, «welche Umsetzungsmöglichkeiten es gibt und welche sinnvoll sind, im Zeugnis der 4., 5. und 6. Klasse den Fachbereich «Religionen, Kulturen, Ethik» in den «Fachbereich «Natur, Mensch, Gesellschaft» zu integrieren.»

Der eigenständige Fachbereich «Religionen, Kulturen, Ethik» geht auf das Fach «Religion und Kultur» zurück, dessen Einführung der Kantonsrat im März 2007 beschloss – dies als Gegenvorschlag zur Volksinitiative zur Beibehaltung des Faches «Biblische Geschichte». Inzwischen hat sich der Fachbereich «Religionen, Kulturen, Weiterlesen

Französischunterricht-Start erst in der Sekundarschule!

Ich beginne mit einer wahren Geschichte…
Ein junger Mitarbeiter einer Stadtverwaltung in der Deutschschweiz muss in einer Stadtverwaltung im Welschland einen Sachverhalt telefonisch abklären. Mühsam notiert er sich vor dem Telefon die nötigen französischen Sätze und ruft dann an. Kaum hat er die ersten Worte formuliert, schlägt der welsche Kollege vor, die Konversation auf Englisch zu führen…
Kein Einzelfall – tun sich doch viele Deutschsprechende schwer mit Französisch – und umgekehrt auch.

Daran hat auch die Einführung von Französisch in der 5. Primarklasse nichts geändert – im Gegenteil: Lehrpersonen bestätigen, dass Französisch in der Primarschule wenig Weiterlesen

Unentgeltliche Lehrmittel auch im Gymi

Eigentlich ist der Titel dieser parlamentarischen Initiative eine Selbstverständlichkeit: «Unentgeltlichkeit der Lehrmittel während der Schulpflicht» – oder sollte zumindest eine Selbstverständlichkeit sein…
…denn sie gilt wohl für alle, die die Sekundarschule besuchen, aber nicht für diejenigen, die ihre obligatorischen Schuljahre im Gymnasium absolvieren. Ihnen respektive ihren Eltern werden hohe Kosten überwälzt – für Schulbücher, Laptop, Exkursionen…
…frei nach dem Motto: Wer ans Gymi will, soll bezahlen!
Das ist ungerecht – es kann doch nicht sein, dass nur Jugendliche solventer Eltern das Gymi besuchen, weil die Gebühren auf Weiterlesen

Schluss mit dem Hausaufgaben-Drama!

Den Eltern unter uns ist es hinlänglich bekannt: Das «Drama Hausaufgaben». Es beginnt, wenn Schülerinnen und Schüler nach der Schule zu Hause ihre Hausaufgaben erledigen müssen – und nicht weiter wissen: «Papi/Mami, ich chumme nöd druus, chasch mer hälfe!?»

Und selbstverständlich wollen sie helfen – aber ob sie können? Vielleicht sind sie beim Aufgabenthema schlicht überfragt. Vielleicht waren sie selbst sogar super in der Mathematik und glauben, Ihrem Kind helfen zu können, aber Ihre Erklärung kommt nicht an: «Nein, das haben wir in der Schule irgendwie anders gemacht…!»
Man stelle sich erst vor, wie es Eltern geht, die auch noch mit sprachlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben…! Weiterlesen

Keine Schule der Vergangenheit – JA zu echter Förderung!

Der Titel dieser Volksinitiative tönt attraktiv: «für eine Schule mit Zukunft» – doch in Tat und Wahrheit will diese Volksinitiative eine Schule der Vergangenheit. Eine Schule in der man Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen separiert, ausgrenzt, stigmatisiert. Ohne Frage ist es an der Zeit, die gegenwärtigen Herausforderungen in unseren Schulen zu analysieren und zielführende Verbesserungsmassnahmen zu treffen. Diese Verbesserung erreicht man aber nicht durch den Zwang zur flächendeckenden Einführung von separativen Förderklassen, die notabene auch noch «kostenneutral» realisiert werden soll… Nein, sinnvoll sind gezielte Verbesserungen wie die erweiterten Lernräume, wie sie der Regierungsrat im Gegenvorschlag erwähnt, aber auch die nötigen Ressourcen- Weiterlesen

Bildung braucht starke Schulpflegen

Ich gebe Ihnen meine Interessenbindung bekannt: Ich war 16 Jahre Schulpräsident, davon die letzten zwei Jahre in einer Gemeinde mit Leitung Bildung – und ich bin im vergangenen Mai zurückgetreten, weil die Belastung zu gross wurde. Ich bin also just ein Vertreter jener Spezies von Schulpflegenden, die gemäss den Initianten dieser parlamentarischen Initiative angeblich nichts mehr zu tun haben sollen und die man darum abschaffen und die paar wenigen Restaufgaben einem Gemeinderatsmitglied übertragen kann. Jene Spezies, von denen der Zürcher Oberländer letztes Jahr titelte «warum so viele Mitglieder von Schulpflegen zurücktreten – dieses Jahr haben schon über 35 Schulpflegerinnen und -pfleger ihren Rücktritt bekannt gegeben. Es gibt Hinweise darauf, dass die Belastung für viele zu gross ist.»

Schulpräsidien und Schulpflegemitglieder haben also nicht zu wenig zu tun, sondern zu viel, und manche von ihnen bringt ihr Amt an die Belastungsgrenze angesichts der Fülle von Aufgaben und des massiv steigenden Drucks von allen Seiten des Schulfelds.
Doch die unzähligen Schulpflegerinnen und Schulpfleger in diesem Kanton tun ihren Dienst mit Herzblut, weil sie wissen: Es geht um die Bildung der nächsten Generation!
Dass Sie diesen wichtigen und wertvollen Dienst nicht wertschätzen, sondern mit dem Weiterlesen

Chancengerechtigkeit für alle

Chancengerechtigkeit ist – in der Theorie! – hier drin wohl allen wichtig.
Begabte Jugendliche auch aus bildungsfernen Familien sollen eine
echte Chance für den Eintritt in ein Gymnasium, eine Fachmittelschule oder eine
Berufsmaturitätsausbildung erhalten.
Aber in der Praxis ist Chancengerechtigkeit in unserem Kanton keine Tatsache. Schauen Sie sich nur die unterschiedlichen Gymi-Quoten in den verschiedenen Gemeinden an.

Das erfolgreiche Projekt «ChagAll» des Gymnasiums Unterstrass zeigt exemplarisch wie Chancengerechtigkeit geht und wie Hindernisse beim Zugang zu Bildung überwunden werden.
Ein Förderprogramm, das leistungswillige und leistungsfähige Jugendliche aus bildungsfernen Familien aufnimmt und sie im Hinblick auf anspruchsvolle Lehren mit BMS oder eine höhere Allgemeinbildung auf Sekundarstufe II unterstützt.
Ein Förderprogramm, das zur gesellschaftlichen Integration beiträgt.
Das alles leistet «ChagAll» in vorbildlicher Weise – und die Regierung soll die Weiterlesen

Für eine zeitgemässe Kulturförderung

Kultur spielt für die Identität der Gesellschaft eine zentrale Rolle.
Die EVP versteht sich daher stets als verlässliche Partnerin für eine vielseitige und zeitgemässe Kulturförderung.

So hatten wir 2018 schon die Volksinitiative «Film – und Medienförderungsgesetz» unterstützt, die dann leider abgelehnt wurde.
Erfreulicherweise konnten wir das Anliegen als KBIK aber aufnehmen und fanden im Kantonsrat eine Mehrheit.
Denn zu einer zeitgemässen Kulturförderung gehört auch die nun vorgesehene Unterstützung neuer audiovisueller Formate der Bereiche «New Media» und «Games». Das durch die Regierung geplante vorgesehene dreijährige Pilotprojekt digitale Kultur ist konzeptionell gut aufgegleist, Weiterlesen

Dominus providebit

Kennen Sie die Aussage «Dominus providebit»? Mit grosser Wahrscheinlichkeit tragen Sie diese sogar ganz konkret mit sich herum – in Ihrem Portemonnaie! Denn «Dominus providebit» ist auf dem Rand jedes einzelnen 5libers eingeprägt – und das seit 1888. «Dominus providebit» bedeutet: Der Herr wird versorgen. Der Ausdruck «providebit» stammt vom lateinischen Wort «providere»: «Voraussehen, Vorsorge treffen, Sorge treffen, versorgen». Mich fasziniert, dass unsere Vorfahren sich und uns späteren Generationen mit einem alltäglichen Geldstück daran erinnern wollten, dass wir Menschen nicht die letzte Instanz sind, sondern dass wir gelassen auf einen Gott vertrauen können, der für uns sorgt.

Hand auf’s Herz: Können Sie in dieser Gelassenheit leben? Mitten in den Krisen- und Kriegsmeldungen aus aller Welt, in den gehässigen Querelen der Politik und den Herausforderungen des persönlichen Lebens? Ich muss zugeben, dass mir dies Weiterlesen