Guter Unterricht braucht Lehrpersonen, die Zeit für unsere Kinder haben!

Es gibt wohl keine bessere Investition als diejenige in die nächste Generation – von dieser Überzeugung lässt sich die EVP in der Bildungspolitik stets leiten. Und es erstaunt Sie daher kaum, dass wir diese und die nächste Vorlage mit Überzeugung unterstützen.

(Eintretensdebatte)
Wir unterstützen die längst überfälligen Verbesserungen des Berufsauftrages. Zu den wichtigsten gehören die Stärkung der Klassenlehrpersonen und die Erhöhung des Lektionenfaktors aller Lehrpersonen. Guter Unterricht für unsere Kinder und Jugendlichen braucht Lehrpersonen, die Zeit für sie haben – und nicht ächzend und ausgepowert 8 Wochen unbezahlte Überzeit pro Jahr leisten, wie das heute der Fall ist. Dass SVP und FDP sich sogar jeglicher (!) Verbesserung der unhaltbaren Ist-Situation verweigern und Weiterlesen

Unentgeltliche Lehrmittel auch im Gymi

Eigentlich ist der Titel dieser parlamentarischen Initiative eine Selbstverständlichkeit: «Unentgeltlichkeit der Lehrmittel während der Schulpflicht» – oder sollte zumindest eine Selbstverständlichkeit sein…
…denn sie gilt wohl für alle, die die Sekundarschule besuchen, aber nicht für diejenigen, die ihre obligatorischen Schuljahre im Gymnasium absolvieren. Ihnen respektive ihren Eltern werden hohe Kosten überwälzt – für Schulbücher, Laptop, Exkursionen…
…frei nach dem Motto: Wer ans Gymi will, soll bezahlen!
Das ist ungerecht – es kann doch nicht sein, dass nur Jugendliche solventer Eltern das Gymi besuchen, weil die Gebühren auf Weiterlesen

Schluss mit dem Hausaufgaben-Drama!

Den Eltern unter uns ist es hinlänglich bekannt: Das «Drama Hausaufgaben». Es beginnt, wenn Schülerinnen und Schüler nach der Schule zu Hause ihre Hausaufgaben erledigen müssen – und nicht weiter wissen: «Papi/Mami, ich chumme nöd druus, chasch mer hälfe!?»

Und selbstverständlich wollen sie helfen – aber ob sie können? Vielleicht sind sie beim Aufgabenthema schlicht überfragt. Vielleicht waren sie selbst sogar super in der Mathematik und glauben, Ihrem Kind helfen zu können, aber Ihre Erklärung kommt nicht an: «Nein, das haben wir in der Schule irgendwie anders gemacht…!»
Man stelle sich erst vor, wie es Eltern geht, die auch noch mit sprachlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben…! Weiterlesen

Bildung braucht starke Schulpflegen

Ich gebe Ihnen meine Interessenbindung bekannt: Ich war 16 Jahre Schulpräsident, davon die letzten zwei Jahre in einer Gemeinde mit Leitung Bildung – und ich bin im vergangenen Mai zurückgetreten, weil die Belastung zu gross wurde. Ich bin also just ein Vertreter jener Spezies von Schulpflegenden, die gemäss den Initianten dieser parlamentarischen Initiative angeblich nichts mehr zu tun haben sollen und die man darum abschaffen und die paar wenigen Restaufgaben einem Gemeinderatsmitglied übertragen kann. Jene Spezies, von denen der Zürcher Oberländer letztes Jahr titelte «warum so viele Mitglieder von Schulpflegen zurücktreten – dieses Jahr haben schon über 35 Schulpflegerinnen und -pfleger ihren Rücktritt bekannt gegeben. Es gibt Hinweise darauf, dass die Belastung für viele zu gross ist.»

Schulpräsidien und Schulpflegemitglieder haben also nicht zu wenig zu tun, sondern zu viel, und manche von ihnen bringt ihr Amt an die Belastungsgrenze angesichts der Fülle von Aufgaben und des massiv steigenden Drucks von allen Seiten des Schulfelds.
Doch die unzähligen Schulpflegerinnen und Schulpfleger in diesem Kanton tun ihren Dienst mit Herzblut, weil sie wissen: Es geht um die Bildung der nächsten Generation!
Dass Sie diesen wichtigen und wertvollen Dienst nicht wertschätzen, sondern mit dem Weiterlesen

Chancengerechtigkeit für alle

Chancengerechtigkeit ist – in der Theorie! – hier drin wohl allen wichtig.
Begabte Jugendliche auch aus bildungsfernen Familien sollen eine
echte Chance für den Eintritt in ein Gymnasium, eine Fachmittelschule oder eine
Berufsmaturitätsausbildung erhalten.
Aber in der Praxis ist Chancengerechtigkeit in unserem Kanton keine Tatsache. Schauen Sie sich nur die unterschiedlichen Gymi-Quoten in den verschiedenen Gemeinden an.

Das erfolgreiche Projekt «ChagAll» des Gymnasiums Unterstrass zeigt exemplarisch wie Chancengerechtigkeit geht und wie Hindernisse beim Zugang zu Bildung überwunden werden.
Ein Förderprogramm, das leistungswillige und leistungsfähige Jugendliche aus bildungsfernen Familien aufnimmt und sie im Hinblick auf anspruchsvolle Lehren mit BMS oder eine höhere Allgemeinbildung auf Sekundarstufe II unterstützt.
Ein Förderprogramm, das zur gesellschaftlichen Integration beiträgt.
Das alles leistet «ChagAll» in vorbildlicher Weise – und die Regierung soll die Weiterlesen

ÖV-Frühverbindungen zum Flughafen auch für Landgemeinden

(c) Flughafen Zürich AG

Die Frühverbindungen des öffentlichen Verkehrs zum Flughafen sind ungenügend – vor allem aus den Landgemeinden. In diesem Zusammenhang habe ich im Kantonsrat zusammen mit meinen EVP-Fraktionskollegen Daniel Sommer und Markus Schaaf am 16. Dezember 2024 die nachfolgende Anfrage an die Zürcher Kantonsregierung eingereicht.

Die Frühverbindungen des öffentlichen Verkehrs zum Flughafen Zürich aus Agglomerations- und Landgemeinden sind nach wie vor ungenügend. So erreicht man den Flughafen beispielsweise aus Pfäffikon ZH erst um 06:02 Uhr, aus Affoltern am Albis um 05:56 Uhr, aus Andelfingen um 06:02 Uhr und aus dem Tösstal um 06.06 Uhr. Das ist nicht nur viel zu spät für Flugreisende in den Morgenstunden mit hohem Passagieraufkommen und entsprechend frühen Check-in-Zeiten, sondern auch für die Tausende von Flughafenmitarbeitenden im Schichtbetrieb.

Auch wenn in den vergangenen Jahren punktuelle Verbesserungen bei Weiterlesen

Bildung stärken statt kürzen!

Die EVP engagiert sich seit Jahrzehnten konsequent für die Bildung der nächsten Generation, denn sie sind die wichtigste Ressource unseres Landes. Daher wird sparen bei der Bildung eine teure Sache für uns alle!

Deshalb …
…sagen wir nein zur Halbierung der neuen Stellen in der Bildungsverwaltung, denen wir als Kantonsrat unlängst die Digitalisierung der Sekundarstufe II dringlich in Auftrag gegeben haben
…sagen wir ja zum nötigen Schulraum-Ausbau und zur unverzögerten Planung und Umsetzung der verschiedenen baulichen Investitionsprojekten von Universität, Fachhochschulen, Mittel- und Berufsschulen
…und sagen wir nein zu den sattsam bekannten alljährlichen Rasenmäher- Weiterlesen

Mehr als Klatschen für die Lehrpersonen!

Bildung ist die wichtigste Ressource der Schweiz – und in der Volksschule legen wir die entscheidenden Grundlagen für die Bildung der nächsten Generation, die unser Land in die Zukunft führen wird. Und dabei entscheidender Erfolgsfaktor sind die Lehrpersonen, die sich Tag für Tag mit Kompetenz, Hingabe und viel Herzblut individuell um ihre Schülerinnen und Schüler kümmern.

Doch diese Lehrpersonen sind hoffnungslos überlastet: Als Gesellschaft haben wir der Schule immer mehr Bildungs- und Erziehungsaufgaben übertragen, die Schülerinnen und Schüler müssen immer individueller beschult werden und die Arbeit mit manchen Eltern wird immer schwieriger. Da ist es klar, dass die vorgesehene Arbeitszeit nirgendwo mehr hinreicht und Lehrpersonen aufgrund der Überlastung ihr Pensum reduzieren oder ihren Job sogar ganz an den Nagel hängen.

Das wollen wir ändern mit diesem Vorstoss – mit einem höheren Lektionenfaktor: Für faire Pensen ohne Überstundenüberhang, für die nötige Zeit für einen guten Unterricht und für genügend Lehrpersonen. Dass der Lektionenfaktor erhöht werden muss, anerkennt übrigens auch die grosse Mehrheit der Teilnehmenden an der Vernehmlassung zur Revision des neuen Berufsauftrages – Schulen, Gemeinden, Parteien inklusive.
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Lehrpersonen prägen die Zukunft

Hanspeter Hugentobler in der Messehalle (Foto: Patrick Merz)

In welchem Beruf kann man so entscheidend die Zukunft prägen wie als Lehrperson? Eine Lehrperson, die heute ihre Ausbildung an der PH beendet und 40 Jahre im Schuldienst ist, wird Schülerinnen und Schüler begleiten und prägen, von denen manche das Jahr 2150 erleben werden. Erstaunlich eigentlich, dass wir bei einem so visionären Beruf über Lehrpersonenmangel sprechen müssen…

Aber natürlich sind mir als Schulpräsident auch die herausfordernden Seiten des Lehrerinnen- und Lehrerberufs bekannt: Steigende Anforderungen durch immer heterogenere Klassensituationen, zunehmender Aufwand durch verstärkten individualisierten Unterricht, laufend zusätzliche Aufgaben, die der Schule delegiert werden, wachsende Ansprüche der Eltern und mit einigen von ihnen bisweilen schwierigste Situationen und Gespräche auch in den Abendstunden etc.: Und für alle erforderlichen Weiterlesen

Faire Berufswahl-Chancen statt verfrühter Lehrstellenausschreibungen

Lehrstellen werden immer früher ausgeschrieben und vergeben – das setzt die Schülerinnen und Schüler unnötig unter Druck . In diesem Zusammenhang habe ich im Kantonsrat am 31. Mai 2021 die nachfolgende Anfrage an die Zürcher Kantonsregierung eingereicht.

Im Lehrstellennachweis LENA werden die offenen Lehrstellen seit diesem Jahr neu schon ab dem 1. April ausgeschrieben. Bisher war der Ausschreibungsstart auf den 1. August festgelegt und mit dem im Lehrplan festgelegten Ablauf des Berufswahlprozesses koordiniert. Mit der Vorverschiebung der Lehrstellenausschreibung wird der Berufswahlfahrplan untergraben. Der Druck auf die Jugendlichen steigt massiv, denn sie müssen sich Weiterlesen