Querdenker

Querdenker bewegen unsere Welt. Menschen, die es wagen, ausgetretene Pfade zu verlassen, bringen uns alle weiter. Pioniere, die zu neuen Horizonten aufbrechen, bahnen uns allen neue Wege in die Zukunft. Doch Pioniere sind auch unbequem: Sie denken anders – eben quer. Sie stören unsere gewohnte tägliche Routine. Sie stellen unbequeme Fragen, provozieren, werfen uns aus der Bahn. Doch wenn wir die Querdenker in unserem Leben nicht als Bedrohung sehen, sondern als Chance, entdecken wir neue Welten, die uns in der Alltagsroutine verschlossen blieben.

Einer der grössten Querdenker der Welt ist für mich Jesus Christus. Er traute sich, gängige Denkmuster seiner Zeit in Frage zu stellen. Er enttäuschte die gängigen Erwartungen seines Umfeldes laufend. Und gleichzeitig forderte er heraus, grösser zu denken und zu handeln.

Ganz besonders provozierte Jesus die Frommen und Profi-Religiösen seiner Zeit. Er tat dies in einer Gesellschaft, die geprägt war von unzähligen religiösen Regeln und Vorschriften, die den Menschen das Leben schwer machten und Machtstrukturen zementierten, statt das Leben zu fördern. Als Querdenker stellte Jesus das religiöse System auf den Kopf und offerierte eine verblüffend einfache Alternative: Liebe. Konkret: Als ein Theologe in einem Fachgespräch von Jesus wissen wollte, welches der vielen religiösen Gebote denn am höchsten zu gewichten sei, antwortete er: «Liebe Gott – und deinen Mitmenschen wie dich selbst!».

Gott lieben, und den Nächsten wie sich selbst – vielleicht sollten gerade wir heutigen Christen uns wieder an diese auch für unsere Zeit so quere Lebensregel erinnern. Denn stehen nicht gerade wir immer wieder in der Gefahr, unser eigene Lebensführung – oder noch häufiger diejenige unserer Mitmenschen – nach den Kriterien unzähliger «christlicher Dos und Don’ts» zu beurteilen? Oft übersehen wir dabei erst noch, dass unser ungeschriebenes frommes Regelwerk weniger mit christlichen Grundsätzen zu tun hat als mit unserer persönlichen und gesellschaftlichen Prägung und den damit einhergehenden Prioritäten und blinden Flecken.

Wer seine «religiöse Lebensführung» immer wieder neu eintauscht gegen das Liebesgebot des Querdenkers Jesus Christus erlebt: Liebe wirkt Wunder. Gelebte Liebe wirkt befreiend und bewirkt Gutes – bei mir selber, bei meinen Mitmenschen und in der ganzen Gesellschaft.

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