Bald ist wieder Zeit für die Steuerklärung…

SteuererklaerungBald wird es bei Ihnen und mir in der Post liegen: Das dicke Couvert mit der Steuererklärung. Damit kommt alle Jahre wieder eine Aufgabe auf uns zu, die uns viel Arbeit und am Ende sogar noch eine Rechnung beschert. Immerhin ist dank der Computerprogramme das Ausfüllen der Steuererklärung mittlerweile bequemer geworden als früher, als man alles von Hand ausfüllen und zusammenrechnen musste. Eines ist aber geblieben: Das Ausfüllen der Steuererklärung stellt jedes Jahr unsere Ehrlichkeit auf den Prüfstand. Fülle ich die Steuererklärung ehrlich aus – oder versuche ich, mich mit Tricks zu bereichern? Und ich meine jetzt gar nicht die grossen Steuerbetrügereien der Superreichen mit Konten auf fernen Inseln. Nein, ich meine uns Normalverbraucher: Geben wir alle Konten an, haben wir keinen Nebenverdienst vergessen und nirgends zu viele Nebenkosten abgezogen? Und da, wo Spenden nicht abzugsberechtigt sind: Probieren wir’s einfach mal, vielleicht merkt’s das Steueramt ja nicht, die haben ja sowieso kaum Zeit für die Kontrolle…?

Vor bald 2000 Jahren kamen Leute zu Jesus Christus, die auch liebend gerne ihre Steuern „optimiert“ hätten. Ganz fromm fragten sie Jesus, ob es denn wirklich Gottes Willen sei, dass man dem römischen Kaiser Steuern zahle. Keine so unberechtigte Frage, wenn man bedenkt, dass der römische Kaiser ein ungeliebter Herrscher einer fremden Besatzungsmacht war, der sich erst noch wie ein Gott verehren liess. Die Antwort von Jesus fiel aber nicht wie von den Fragestellern gewünscht aus. Er zeigte auf das Bild des Kaisers auf einer Münze und sagte: „Gebt dem Kaiser, was ihm zusteht und gebt Gott, was ihm gehört.“

Die Antwort ist also klar: Wir sollen Steuern ehrlich zahlen – da gibt es keinen Weg darum herum – nicht einmal das scheinheilige Argument, wir könnten dann mehr Gutes für Gott und Mitmenschen tun, wenn wir bei den Steuern etwas „optimierten“. Der Staat hat von Gott den Auftrag, den Rahmen unseres Zusammenlebens zu organisieren; und dafür haben wir korrekt Steuern zu bezahlen. Das gilt für jeden Einzelnen von uns – ganz egal, ob mein Nachbar das auch tut oder nicht. Denn wenn jeder sagt: „Ich bin nicht ehrlich, weil’s mein Nachbar auch nicht ist“, dann zerfällt die Steuerzahlmoral sehr schnell und schon bald haben wir desolate Verhältnisse wie aktuell in einzelnen Ländern Europas.

Ich wünsche Ihnen ein gutes und ehrliches Ausfüllen der Steuererklärung und nachher das gute Gefühl, dass Sie nichts zu verbergen haben und erst noch – in einem der best organisiertesten Länder der Welt – sehr viel für Ihr Geld bekommen!

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